Ich fotografiere in Leipzig Gemälde, Zeichnungen, Plastiken, Fotografien und andere Kunstwerke.


21.11.17

Spiegelnde Bilder ohne Reflexionen fotografieren

Idealerweise fotografiert man z. B. Zeichnungen oder Öl- bzw. Acrylgemälde draußen bei bedecktem Himmel: Das diffuse Tageslicht sorgt für eine gleichmäßige Beleuchtung. So wäre es zunächst ratsam, dass man das jeweilige Bild in z. B. einem schattigen Hinterhof platziert und dort abfotografiert. Dadurch nämlich, dass es hier keine punktuelle Lichtquellen gibt, entstehen die berüchtigten Spiegelungen hier vermeintlich nicht. Vermeintlich: Denn tatsächlich wird hierbei das auf das Objekt fallende Licht aufgeteilt und sorgt somit für eine globale, wenn auch schwache Reflexion: Schwarz wird somit nicht genügend tief wiedergegeben, Farben wirken blass. Immerhin ist solch eine Lichtsituation beim abfotografieren von Kunstwerken wesentlich besser geeignet als direkt auftretendes Sonnenlicht.

Vermeiden von Spiegelungen beim Abfotografieren

Detailausschnitt einer Bleistiftzeichnung / Buntstiftzeichnung auf Papier, ca. 200 x 160 cm (Künstlerin: Ines Spanier). Wie man das große Papier auch positionierte: Immer gab es hier Reflexionen des Fensterlichtes im flächigen Schwarz des aufgetragenen Graphits. Dadurch, dass sich solch ein großer Maluntergrund naturbedingt immer etwas wellt, spiegelt sich immer an gewissen Stellen Licht, welches so manchen Fotografen zur Weißglut bringt. Bei meiner Reprofotografie jedoch sind auch die schwarzen Flächen fast frei von Reflexionen und zeigen ihre feinen Strukturierungen ohne Spiegelungen.

Ich nutze spezielles Kunstlicht und bin daher in der Lage, auf das normale Licht im Raum verzichten zu können. Auch eigentlich nicht abzufotografierende Bilder bzw. Grafiken, bei denen sich z. B. durch runde Erhebungen auf der Oberfläche immer Licht spiegelt, kann ich ebenso frei von Reflexionen abbilden, als handele es sich um matte und ebene Materialien.

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